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Stark in diakonischer Bildung und Ausbildung

Die Ostkonferenz des Kaiserswerther Verbandes (KWV) ermutigt den Verband, mit einer gezielten Ausbildung von Fachkräften zu einem gesamteuropäischen Wissens- und Erfahrungsaustausch beizutragen.

Pressemitteilung 3/2008

Der Kaiserswerther Verband (KWV) steht für eine grenzüberschreitende und Grenzen überwindende Diakonie. Dies betonte die Geschäftsführerin des KWV, Christine-Ruth Müller, in ihrem Vortrag während der Ost-Regionalkonferenz des Verbandes. Unter dem Jahresthema „Soziales Europa im Wandel – die Europäisierung der Wohlfahrtspflege“ trafen sich am 6. März die Vertretungen aus 19 ostdeutschen Mutterhäusern und diakonischen Einrichtungen im Ev. Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin.

Mit dem Jahresthema, so Müller, möchte der KWV sein eigenes Profil schärfen. Die europäische Dimension solle besonders über die Kaiserswerther Generalkonferenz gestärkt werden, der der KWV angehört. Müller: „Dieses Profil soll fruchtbringend in Kirche und Gesellschaft eingebracht werden“. Dabei gehe es auch darum, Fremdenfeindlichkeit abzubauen.

Weiter verwies Müller auf den spezifischen Beitrag des KWV zum Thema. Der Verband sei stark in diakonischer Bildung und Ausbildung. Die gezielte Ausbildung von Fachkräften sei wichtig für einen gesamteuropäischen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die Westkonferenz des KWV hatte auf ihrer Sitzung vor wenigen Wochen ein Hospitationsmodell vorgeschlagen, dass einen solchen Transfer leisten könne. Zudem erarbeite der KWV gerade an einem Entwurf zu einem europäischen Tätigkeitsprofil als Diakonisse und Diakon. „Es geht darum, das neue Europa bewusst mitzugestalten“, so Müller.

Im Verlauf der Tagung wurden Beispiele bereits gelingenden grenzüberschreitenden Austausches genannt. So pflegt das Naemi-Wilke-Stift in Guben einen Austausch mit einem polnischen Diakonissenmutterhaus und mit der Schlesischen Diakonie im Teschener Land. Beispiel für einen über Europa hinausgehenden Kontakt war die Zusammenarbeit zwischen der Diakonissenhaus-Stiftung Eisenach und dem brasilianischen Diakonissenmutterhaus Sao Leopoldo.

Zur Ostkonferenz gehören 19 Diakonissen-Mutterhäuser aus Berlin, Teltow, Borsdorf, Dessau, Dresden, Eisenach, Frankfurt/Oder, Görlitz, Guben, Halle, Leipzig, Magdeburg, Niesky und Potsdam. Sie ist eine von vier Regionalkonferenzen des Kaiserswerther Verbandes (KWV). Der Vorsitzende der Ostkonferenz ist Pastor Stefan Süß (Guben). Das nächste Treffen der Ostkonferenz findet am 26.3. 2009 in Eisenach statt.

Der Kaiserswerther Verband (KWV) steht für die Wahrnehmung diakonischer Aufgaben in der evangelischen Kirche in der Tradition der Mutterhausdiakonie. Er vertritt Diakonie in der besonderen Form als Diakonie in Gemeinschaft. Seit über 90 Jahren ist der KWV ein Netzwerk der diakonischen Kompetenz und der christlichen Nächstenliebe. Er ermöglicht den Mitgliedern einen christlich orientierten Werteaustausch, vertritt die Mitglieder in unterschiedlichen politischen, kirchlichen und diakonischen Ebenen und unterstützt die Mitglieder in ihrer Vernetzung. Der KWV verbindet über 70 diakonische Gemeinschaften und Werke in Deutschland.

Bern/Berlin, den 19.03.2008
Dipl. theol. Thomas Flügge
Netzwerkkoordinator des Kaiserswerther Verbandes

Kontakt: KR Dr. Christine-Ruth Müller
Geschäftsführerin des Kaiserswerther Verbandes und Generalsekretärin der Kaiserswerther Generalkonferenz,
Landhausstraße 10, 10717 Berlin, Tel. 030-8642 4170
e-mail: verband@kaiserswerther-verband.de

18.03.2008 Thomas Flügge

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