Flensburg. Knapp 50.000 Patienten werden jährlich in der Zentralen Notaufnahme im Flensburger Diakonissenkrankenhaus versorgt – das sind deutlich mehr, als Gutachten vorausgesagt hatten und zum Beispiel mehr als in der Notaufnahme in der Charité in Berlin Mitte. Besonders nachts kam es immer wieder zu räumlichen Engpässen, weil eine Verlegung der Patienten, die im Flensburger Franziskus-Hospital weiter versorgt werden, erst am nächsten Morgen möglich war.
„Wir haben ein großes Gebiet zu versorgen – vom Nord-Ostsee-Kanal über die Inseln bis nach Süddänemark“, erklärt Karl-Heinz Vorwig, Kaufmännischer Vorstand der DIAKO Flensburg. Ob Verkehrsunfall, Sturz im Haushalt oder Herzinfarkt: Für viele Notfälle im Norden Schleswig-Holsteins sei das Flensburger Diakonissenkrankenhaus die erste Anlaufstelle. „Andere Krankenhäuser machen irgendwann zu, wir aber sind immer aufnahmebereit“, betont Vorwig.
Ein Erweiterungsbau und weitere Umbauten sollen nun für mehr Raum sorgen: So wurde eine neue Aufnahmestation mit 265 Quadratmetern Nutzfläche im Innenhof vor der Zentralen Notaufnahme errichtet. Die Aufnahmestation besteht unter anderem aus fünf Zwei-Bettzimmern mit Isoliermöglichkeiten. Ferner ist ein Überwachungsraum mit fünf Plätzen, ein so genannten Überwachungsstützpunkt und ein weiteres Untersuchungszimmer neu hinzugekommen. Auch der bestehende Bereich der Zentralen Notaufnahme wurde umgebaut und modernisiert, um die Arbeitsabläufe zu optimieren. Ein Untersuchungs- und Behandlungsraum erhielt zusätzlich eine Isolierschleuse, um diesen Raum komplett als Isoliereinheit betreiben zu können. Die Bauzeit betrug neun Monate, die Investition belief sich auf knapp eine Million Euro, finanziert aus Fördermitteln des Sozialministeriums.
Die Leitende Ärztin der Zentralen Notaufnahme, Dagmar Paysen, erklärte: „Die neue Aufnahmestation bringt uns die Möglichkeit, die Patienten besser und schneller zu pflegen und zu behandeln.“ Rund ein Drittel der Patienten wird stationär aufgenommen.
13.07.2010 Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg
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